Der Hutewald ist größer geworden

Im Juni konnte eine weitere Fläche von 1,5 Hektar erworben werden, die unmittelbar an die bereits bestehende Fläche anschließt. Dadurch verfügt der Hutewald nun über eine Gesamtfläche von mehr als 2 Hektar.

Bei der neu hinzugekommenen Fläche handelt es sich ebenfalls um eine Sukzessionsfläche, die seit etwa 30 Jahren nicht mehr bewirtschaftet wurde. Das Ergebnis dieser langen Nutzungsaufgabe ist eine ausgeprägte Artenarmut. Durch die fortschreitende Verbuschung und Beschattung des Bodens gingen lichtliebende Pflanzenarten zunehmend verloren. Mit dem Rückgang der Blütenpflanzen verringerte sich auch das Nahrungsangebot für zahlreiche Insektenarten, insbesondere für Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen.

Da Insekten eine zentrale Rolle in der Nahrungskette einnehmen, wirkt sich ihr Rückgang auf weitere Tiergruppen wie Vögel, Amphibien und Reptilien aus.

Auf der Fläche befindet sich noch ein offener Bereich, der künftig wieder zu einer artenreichen Wiese entwickelt werden soll. Dieser Prozess erfordert Geduld und eine kontinuierliche Pflege. Je nach Standortbedingungen und Ausgangssituation ist mit einem Entwicklungszeitraum von etwa fünf bis zehn Jahren zu rechnen, bis sich eine stabile und vielfältige Pflanzengesellschaft etabliert hat.

Derzeit wird die Vegetation nahezu ausschließlich von wenigen konkurrenzstarken Arten geprägt. Vorherrschend sind Reitgras, Große Brennnessel und die invasive Kanadische Goldrute (Solidago canadensis). Stellenweise tritt zudem Schilf (Phragmites australis) auf. Bemerkenswert ist dessen Vorkommen trotz der in diesem Jahr ausgeprägten Trockenheit.